Mehrtägiger Protest gegen Rektoratspläne zum Zukunftspakt

Studierende der Universität Leipzig haben am Mittwoch das Rektorat der Hochschule besetzt. Mit der mehrtägigen Protestaktion richtet sich das Bündnis „Keine Lehre ohne Zukunft“ gegen die umstrittenen Pläne der Universitätsleitung zur Verwendung der Finanzmittel aus dem sogenannten „Zukunftspakt“. Vorausgegangen waren bereits am 15. Juli Proteste vor dem Sächsischen Landtag in Dresden.

Man kämpfe gegen Stellenabbau und für emanzipatorisches Lehramtsstudium, erklärte einer der Aktivistin seine Motivation in einem Interview mit der linken Tageszeitung junge welt. Das Rektorat wies die Vorwürfe verschlechterter Arbeits- und Studienbedingungen unter anderem gegenüber dem Stadtmagazin Kreuzer, gegenüber der Leipziger Volkszeitung und gegenüber dem Mitteldeutschen Rundfunk zurück und veröffentlichte zusätzlich eine entsprechende Stellungnahme. „Es ist der Höhepunkt eines erbitterten Konflikts, der seit Wochen zwischen Beteiligten der Lehrer*innenausbildung und der Hochschulleitung herrscht“, urteilt die Leipziger Hochschulzeitung luhze.

Nach einer gemeinsamen Kundgebung von Studierenden und Lehrenden am Donnerstag im Innenhof des Rektorats verhandelte das Aktionsbündnis am heutigen Freitagvormittag drei Stunden lang ergebnislos mit dem Rektorat. Über keine der Forderungen der Protestierenden konnte Einigung mit der Universitätsleitung erzielt werden, wie das Bündnis anschließend auf Facebook erklärte.

Die Mittelbauinitiative Leipzig teilt die Kritik und die Forderungen des Aktionsbündnisses „Keine Lehre ohne Zukunft“ und zeigt sich mit dem Protestierenden solidarisch.

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