Strohfeuer statt Leuchttürme? Spitzenforschung an Universitäten zwischen Befristung und Burnout

Etwa 160.000 wissenschaftliche Mitarbeiter*innen arbeiten an deutschen Hochschulen. Sie schreiben Doktorarbeiten, unterrichten Studierende, organisieren Konferenzen, forschen in Laboren, Bibliotheken und auf Ausgrabungen und vieles mehr. Ohne sie wäre der Universitätsbetrieb nicht möglich. Was allgemein kaum bekannt ist: Über 90% dieser wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen sind befristet angestellt. Fast die Hälfte hat Arbeitsverträge von sechs Monaten oder kürzer. Nach zwölf Jahren ist aufgrund gesetzlicher Regelungen für mehr als 80% Schluss mit der Karriere. Viele kluge Köpfe gehen damit der Wissenschaft verloren; oft finden sie im Ausland bessere Anstellungen.

Der Vortrag „Strohfeuer statt Leuchttürme? Spitzenforschung an Universitäten zwischen Befristung und Burnout“ im Rahmen des Studium Universale stellt die Situation der wissenschaftliche Mitarbeiter*innen in Deutschland und Leipzig vor – an Hand von Daten und Fakten. In einem zweiten Schritt wird präsentiert, was an dieser Situation verbessert werden kann: Dazu wurde von der Mittelbauinitiative ein „Personalmodell für die Universität Leipzig“ erarbeitet; dieses wird hier erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Auch die Betreffenden selbst sollen nicht zu kurz kommen: Talentierte Leipziger Forschende berichten aus ihren faszinierenden Projekten – aber auch von den prekären Bedingungen, unter denen sie arbeiten.

Dr. Franziska Naether und Stefanie Wiemer vertreten die Mittelbauinitiative der Universität Leipzig (MULE).

Update: Interessierte finden die Vortragsfolien hier als PDF zum Download.

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