AG Lehrbeauftragte

Im Laufe des Jahres 2013 entstand am Sprachenzentrum der Universität ein Zusammenschluss von Lehrbeauftragten und Honorarlehrkräften mit dem Ziel die unzumutbare Situation zu verändern. Aus diesem Zusammenschluss konstituierte sich im Oktober 2013 in der ersten Vollversammlung der Lehrbeauftragten und Honorarlehrkräfte die Lehrbeauftragteninitiative an der Universität Leipzig. In einer weiteren Vollversammlung im April 2014 gab sich die Initiative Statuten und wählte einen Lehrbeauftragtenrat als Vertretergremium. Seit dem 22.04.2015 ist die Lehrbeauftragteninitiative formal eine Arbeitsgruppe der Mittelbau-Initiative der Universität Leipzig, MULE.

Der Lehrbeauftragtenrat besteht aus fünf Mitgliedern, die ein Mandat für jeweils ein Jahr erhalten. Der gegenwärtige Lehrbeauftragtenrat wurde auf der Vollversammlung vom 14.04.2015 entsprechend den Statuten der Lehrbeauftragteninitiative gewählt. Ihm gehören folgende Mitglieder an:

Miguel Martín Asenso
Jenny Elster
Stefan Schley
Dr. Albador Daniel Siegmund
Olga Zenyukova

Die Lehrbeauftragteninitiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Interessen von Lehrbeauftragten und Honorarlehrkräften an der Universität Leipzig gegenüber der Hochschulleitung, den Fakultäten und zentralen Einrichtungen zu vertreten. Vorrangiges Ziel dabei ist es, die Arbeits- und Lebensbedingungen von Lehrbeauftragten und Honorarlehrkräften zu verbessern. Unsere Forderungen:

  1. Dauerstellen für Daueraufgaben: Reguläre Beschäftigungsverhältnisse statt temporärer Lehraufträge
    Anstelle von Lehraufträgen sind reguläre sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse überall dort einzurichten, wo Lehrbeauftragte dauerhaft Lehr- und Prüfungsaufgaben wahrnehmen. Lehraufträge sollen ausdrücklich auf ergänzende Lehrangebote begrenzt werden.
  2. Gleiches Geld für gleiche Arbeit. Verbindliche Regelung zur Anpassung der Lehrauftragsvergütungen an die Tarifentwicklung (TV-L) für das hauptberufliche Personal.
    Die jetzige Formulierung im § 66 im Sächsischen Hochschulgesetz muss durch eine verbindliche Anpassung der Lehrauftragsentgelte an die Tarifentwicklung im TV-L im Bereich der Sächsischen Hochschulen ersetzt werden. Die Lehrauftragsentgelte müssen in Anlehnung an die Vergütung der hauptamtlichen Beschäftigten nach TV- L berechnet werden, die vergleichbare Aufgaben erfüllen. Der Aufwand, der mit Lehrveranstaltungen tatsächlich entsteht, muss angemessen berücksichtigt werden. Das heißt, die Vergütung muss auch begleitende sowie Folgetätigkeiten einschließen (Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, Korrekturen sowie Betreuung und Beratung der Studierenden, Wahrnehmung von Prüfungsverpflichtungen sowie Formen der online-Lehre).
  3. Aktives und passives Wahlrecht der Lehrbeauftragten in der akademischen Selbstverwaltung auch in den Universitäten
    Wie in allen anderen Hochschulen müssen auch an den Universitäten die Lehrbeauftragten das aktive und passive Wahlrecht für die akademische Selbstverwaltung bekommen und damit ihre Interessen in den Gremien selbst vertreten können.
  4. Finanzielle Absicherung und Qualitätssicherung
    In den künftigen Verträgen zwischen dem Land Sachsen und den Leipziger Hochschulen (Hochschulverträge) ab 2015 muss die Grundfinanzierung der Hochschulen so erhöht werden, dass reguläre Lehrveranstaltungen auch durch sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse abgedeckt werden und die Höhe der Honorare für freiberuflich Lehrende an die Tarifentwicklung im TV-L angepasst werden können.
    Die Hochschulen und das Sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst erstatten alle zwei Jahre einen öffentlichen Bericht über die Umsetzung der gesetzlichen Regelungen für Lehraufträge.
  5. Änderung des Sächsischen Personalvertretungsgesetzes (SächsPersVG)
    Lehrbeauftragte bzw. künftig freiberuflich Lehrende sind als Beschäftigte in das SächsPersVG aufzunehmen und werden damit in die Beteiligung der Personalräte aufgenommen.

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