Vollversammlung

Liebe Wissenschaftliche Mitarbeite
Liebe Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen,

wir möchten Sie herzlich zur Vollversammlung 2017 der MULE am 17. November um 15:30 Uhr im Hörsaal 2010 des GWZ, Beethovenstraße 15 einladen.

Auf unserer Vollversammlung wollen wir neue Sprecher und hoffentlich auch mal wieder Sprecherinnen der MULE für das kommende Jahr wählen.

Als zweiter formal wichtiger Punkt steht die Wahl der Leipziger Abgeordneten der Landesvertretung akademischer Mittelbau Sachsen (LAMS) an. Letztere ist als Vertreterin des akademischen Mittelbaus in direktem Kontakt mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Von daher ist es wichtig dort gut vertreten zu sein.

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

  1. Begrüßung, Tagesordnung, Moderation und Protokollführer*in
  2. Grußworte
    1. Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs Prof. Schröger
    2. Netzwerks für gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAWiss) Matthias Kuhnt
  3. Berichte
    1. Jahresbericht der aktuellen Sprecher
    2. Vorstellung und Kurzberichte aus den Gremien (Landesvertretung akademischer Mittelbau Sachsen mit Vorbereitung der später stattfindenden Wahl der Leipziger Vertreter Senat, Fakultätsräte Personalräte Lehrbeauftragten-AG… (eventuell weitere?)
  4. Vorstellung und Diskussion der Kernforderung und Ziele der MULE für 2018
  5. Wahl der MULE Sprecher*innen für die Legislatur 2017/18
  6. Wahl der 8 Delegierten für die LAMS-Mitgliederversammlung am 24.11.2017 in Dresden
  7. Sonstiges/Anfragen/Anregungen

Das Ende der Vollversammlung ist für 17:30 – 18:00 Uhr geplant.

Im Anschluss wird ein Tisch zum zwangslosen Zusammensitzen im Beyerhaus reserviert sein. Für Kaffee, Kuchen und Knabbereien ist gesorgt.

Mit den besten Wünschen freuen wir uns auf eine rege Teilnahme

Christian Eichfeld, Patrick Pfeil und Thomas Riemer

3/3 Sprecher der MULE 2016/2017

#### Kernforderungen:

Der Entwurf der Kernforderungen der MULE 2017/18 setzt sich mit den stetigen und wachsenden Anforderungen durch hohe Studienzahlen, reformierte Studiengänge, die Steuerung der universitären Einrichtungen und die zunehmende Bedeutung der Drittmitteleinwerbung auseinander.

Diesen Anforderungen stellen sich die wissenschaftlichen Beschäftigten an der Universität Leipzig, ohne dass sie hinreichende aufgaben- sowie lebensplanungsgerechte Bedingungen vorfinden. Befristete Arbeitsverträge und Formen atypischer oder prekärer Beschäftigung wie bei Lehrbeauftragten betreffen viele Angehörige des wissenschaftlichen Mittelbaus, denen verlässliche berufliche Perspektiven verwehrt sind.

Die Mittelbauinitiative der Universität Leipzig schließt sich den Eckpunkten des Templiner Manifests (GEW 2010 – https://www.gew.de/wissenschaft/templiner-manifest/) und dem Selbstverständnis des Netzwerks für gute Arbeit in der Wissenschaft

(http://mittelbau.net/selbstverständnis-2/) an und fordert eine substantielle Veränderung der Beschäftigungssituation im Mittelbau an unserer Universität.

Die MULE setzt sich daher mit folgenden Kernpunkten auseinander:

  1. Promotionsphase besser absichern und strukturieren
  2. Daueraufgaben mit Dauerstellen
  3. Prekäre durch reguläre Beschäftigung ersetzen
  4. Weiterentwicklung der demokratischen Strukuren der Hochschuleinrichtungen
  5. Forschung, Lehre und Verwaltungsaufgaben auf Funktionsstellen strukturieren
  6. Maßnahmen der Gleichstellung, Familienförderung und beruflichen Inklusion verankern
  7. Universität bedarfsgerecht ausbauen:   Erhöhung der Grundfinanzierung von Universitäten, Entfristung auch auf Drittmittelbasis 8. alle Beschäftigungsverhältnisse tarifvertraglich aushandeln

Diese Punkte wollen wir bei der Vollversammlung vorstellen und andiskutieren.

 

Verlegung des Termins der Vollversammlung

Liebe Mulies,

eigentlich hatten wir geplant, am kommenden Freitag eine Vollversammlung mit Sprecher/innenwahl durchzuführen. Nach einigen internen Diskussionen haben wir beschlossen, diese VV nach Anfang Wintersemester zu verschieben. Wir werden dazu rechtzeitig einladen und hoffen auf eine regere Teilnahme als für jetzt Freitag zu erwarten gewesen wäre.

Bei der VV soll auch ein Positionspapier der Mule besprochen werden, für das unser Sprecher Christian den Entwurf geliefert hat. Dies ging bereits über den Kommunikationsverteiler. In der vorlesungsfreien Zeit finden wir dazu bestimmt auch noch einen Termin, um ein Diskussionsplenum dazu abzuhalten.

Weiter möchten wir auf der VV auch neue Sprecher/innen wählen. Leider gibt es bisher nur einen festen Kandidaten. Dies ist auch der zweite Grund für die Verschiebung, da wir hoffen bis Oktober weitere Kandidaten zu finden, die die Arbeit fortsetzen. Hier also auch von uns nochmals der Aufruf: Wenn Interesse besteht, dann meldet euch bei uns ( Patrick Pfeil, Thomas Riemer oder Christian Eichfeld)!

Ansonsten möchten wir noch zu einen Mule-Semesterabschlussstammtisch für den 6.7. ab 18:30 ins Beyerhaus einladen. Vielleicht können wir ja dort auch in zwangloser Runde noch kurz über die Situation in der Mule und/oder über das Positionspapier sprechen.

Ansonsten wünschen wir euch allen einen erfolgreichen Semesterabschluss und eine produktive vorlesungsfreie Zeit.

Mit besten Grüßen
Christian, Patrick und Thomas

MULE-Tagung alternative Hochschulssysteme und bundesweites Treffen des Netzwerks “Gute Arbeit in der Wissenschaft”

Sehr geehrte Interessierte an der Beschäftigungssituation an deutschen Hochschulen,
sehr geehrte Angehörige des akademischen Mittelbaus,

90 Prozent der ca. 160.000 Angehörigen des akademischen Mittelbaus sind befristet beschäftigt, oftmals nicht länger als ein Jahr. Nach 12 Jahren droht der Ausstieg aus der Wissenschaft, denn nur ein Bruchteil schafft es auf eine entfristete Stelle. Der Weg in der hierarchisch organisierten Hochschule ist oft steinig, weil allein schon während der Phase der Promotion starke Abhängigkeiten zwischen „Meister“ und „Lehrling“ bestehen und die Karriere zudem kaum planbar ist.  Oftmals ist von Verteidigern der Befristungspraxis zu hören, dass Hochschulen flexibel sein müssen, dies rechtfertige ein Sonderbefristungsrecht und ein “Hire and Fire”. Dass dies nachweislich weder für die Betroffenen noch für exzellente Wissenschaft gut ist, wird gerne übergangen.

Ein derart unzeitgemäßes System muss aber keinesfalls in dieser Form bestehen bleiben, denn dass es auch anders geht, zeigt ein Blick in die Hochschulsysteme und Wissenschaftskulturen anderer Länder, in denen die Mehrheit der Wissenschaftler*innen entfristet beschäftigt sind und in denen ausgewogenere Anstellungs- und Betreuungsbedingungen existieren, als dies hierzulande der Fall ist.

Weil weder unter den Betroffen noch unter hochschulpolitisch Involvierten detaillierte Kenntnisse über solche Alternativen bestehen, wollen wir während der Tagung zum Thema  “Alternativen zur prekären Beschäftigung an deutschen Hochschulen – Ein Blick in andere Hochschulsysteme und Wissenschaftskulturen” darüber ins Gespräch kommen und einen nachhaltigen Diskurs über völlig neue und auch bestehende Ansätze zur Verbesserung der Beschäftigungssituation anregen. Zudem bietet sich während der Tagung die Möglichkeit, sich über die Grenzen der eigenen Hochschule hinaus zu vernetzen. Wir bitten Sie daher das Programm zur Kenntnis zu nehmen und uns bei Interesse bis zum 09. Januar 2017 mitzuteilen, ob und an welchen Tagen sie an den Veranstaltungen teilnehmen möchten.

Anbei finden Sie Programm und Anmeldeformular der Tagung.

Dialogforum mit Nachwuchswissenschaftlern

Am Dienstag, den 27.09.2016 hatte Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange zur Auftaktveranstaltung des „Dialogforums mit Nachwuchswissenschaftlern“ ins SMWK nach Dresden geladen. Ziel der Veranstaltung war es, Ideen für die zukünftige Entwicklung der Hochschulen zu diskutieren um hieraus auch Impulse für die zukünftige Bildungspolitik und Gesetzgebung des Freistaates abzuleiten. Der Einladung folgten rund 40 NachwuchswissenschaftlerInnen sächsischer Hochschulen und Forschungseinrichtungen, darunter seitens der Universität Leipzig Stefan Lehm für den ProRat, Patrick Pfeil als Sprecher der MULE sowie Jana Rüger für die Landesvertretung akad. Mittelbau Sachsen. 20160927_155929

Foto: Auftaktveranstaltung des “Dialogforum mit Nachwuchswissenschaftlern” im SMWK am 27.09.2016 in Dresden

Zunächst begrüßte die Ministerin die Anwesenden und erläuterte ihr Anliegen, mit dem Dialogforum für die Weichenstellung der Hochschulentwicklung der nächsten 10 – 15 Jahre Impulse seitens des wissenschaftlichen Nachwuchses zu erhalten. Zu diesem Zweck solle das Dialogforum in ähnlicher Zusammensetzung wie die der Auftaktveranstaltung künftig zweimal pro Jahr stattfinden.

Es folgten zwei Impulsreferate: Stefan Lehm (ProRat, Universität Leipzig) berichtete zur Situation der Doktoranden mit Fokus auf die Problemfelder Betreuungslage, Finanzierung sowie Statuszugehörigkeit von Promovierenden und Dr. Frank Siegert (Nachwuchsgruppenleiter, Institut für Kern- und Teilchenphysik, TU Dresden) machte u.a. auf typische Probleme der Post-Doktoranden wie dem Sprung auf eine Professur oder der Vereinbarkeit von Beruf und Familie aufmerksam und mahnte an, die Rolle der WissenschaftlerInnen zur Lösung gesellschaftlicher Probleme im Blick zu behalten.

In der anschließenden, breit angelegten Diskussion wurden weiterhin die Problemfelder Heterogenität des Mittelbaus über die Gruppen der Post-Docs und Doktoranden hinaus, die Umsetzung des Rahmenkodex durch verbindliche Dienstvereinbarungen, der Qualifikationsbegriff des novellierten WissZeitVG, der Nachwuchsbegriff  im Vergleich zum Begriff des Hochschullehrers (wobei unter letzteren auch PDs und Nachwuchsgruppenleiter fallen sollten), der Einstieg über eine Juniorprofessur (für die verbindlich abzuschließende Zielvereinbarungen gelten und die an klare Kriterien auf den Weg zur unbefristeten Stelle gebunden sein sollen) und der übermäßige wissenschaftliche Wettbewerb um finanzielle Mittel (an)diskutiert. Eine vertiefte Diskussion war im Rahmen der zur Verfügung stehenden Zeit und der Vielfältigkeit der angesprochenen Themen nicht möglich. Für die kommenden Sitzungen sollen daher jeweils wenige Themen stärker vertieft werden.

Als Leitfragen der nächsten Sitzung wurden festgelegt:

  • Wieviel wissenschaftlicher Wettbewerb ist sinnvoll?
  • Welche Kriterien bestimmen wissenschaftliche „Exzellenz“? Was bedeutet die Exzellenzinitiative für die Hochschullandschaft insgesamt?
  • Wie kann die Wissenschaft ihrer gesellschaftlichen Verantwortung zukünftig nachkommen?

Ein offizielles Ergebnisprotokoll des SMWK soll folgen.

Rahmenkodex über den Umgang mit befristeter Beschäftigung wertlos

Pressemitteilung

Rahmenkodex über den Umgang mit befristeter Beschäftigung wertlos: Leipziger und Dresdner Mittelbauler kritisieren die Streichung von verbindlichen Dienstvereinbarungen aus dem zur Unterschrift bereiten Papier

Wie durch das SMWK nun bekannt wurde, hat die Landesregierung nach Gesprächen mit der Landesrektorenkonferenz das Bekenntnis zu verbindlichen Dienstvereinbarungen aus dem Rahmenkodex über den Umgang mit befristeter Beschäftigung und die Förderung von Karriereperspektiven an den Hochschulen im Freistaat Sachsen gestrichen. Nur so könne eine Unterschrift aller vierzehn Hochschulen Sachsens gewährleistet werden.

Jana Rüger, Sprecherin der Mittelbauinitiative Universität Leipzig (MULE) und Senatorin an der Universität Leipzig kommentiert den Vorgang: „Ich bin sprachlos. Erst vorgestern lobten wir in einer Pressemitteilung zum Entwurf des Hochschulentwicklungsplans bis 2025 ausdrücklich, dass vorgesehen ist, flächendeckend Dienstvereinbarungen zur Beschäftigung des akademischen Mittelbaus an den sächsischen Hochschulen zu etablieren, womit Sachsen bundesweit eine Vorreiterrolle eingenommen hätte.“

An der Universität Leipzig etwa arbeitet derzeit eine Arbeitsgruppe an einem Personalentwicklungskonzept. „Ich hoffe nun, dass unsere Rektorin sich zu dieser Arbeit bekennt und sich öffentlich gegen die Streichung ausspricht“, so Rüger weiter. „Eine verlässliche Regelung in Form einer Dienstvereinbarung ist aus Sicht der MULE dringend notwendig, um prekären Beschäftigungsverhältnissen und unklaren Beschäftigungssituationen deutlich entgegen zu treten“.

„Diese Entscheidung ist auch hinsichtlich der Positionierung der sächsischen Hochschulen im Wettbewerb um Drittmittel bedenklich. Tragfähige Personalentwicklungskonzepte werden ein wichtiges Vergabekriterium bei der nächsten Runde der Exzellenzinitiative oder anderen Drittmittelgebern wie beispielsweise der DFG sein,“ ergänzt Mathias Kuhnt, Sprecher der Mittelbauinitiative Dresden (mid)  „Will man zur Exzellenz gehören, so sollten verbindliche und transparente Mindeststandards eine Selbstverständlichkeit sein und nicht bloß als Konzeptpapier im Anhang eines Antrags verschwinden“, schließt Kuhnt. Für Rückfragen stehen Jana Rüger (MULE) unter 0176 24257212  und Mathias Kuhnt (mid) unter 0176 2059 0002 zur Verfügung.

 

Einladung zur Vollversammlung der Mittelbauinitiative am 28. Juni, 19 Uhr

Liebe Angehörige des Mittelbaus*1,

hiermit möchten wir Sie und Euch herzlich zur Vollversammlung der Mittelbauinitiative an der Universität Leipzig (MULE) im Sommersemester 2016 einladen. Diese findet am Dienstag, den 28. Juni, 19 Uhr im Seminarraum S 420 im Neuen Seminargebäude statt.

Inhaltlicher Schwerpunkt der Veranstaltung wird das Personalentwicklungskonzept sein, das derzeit an der Universität Leipzig erarbeitet wird. Dabei geht es um die Definition von Standards und Regeln für Beschäftigungsverhältnisse, Qualifizierung und Weiterbildung. Darüber hinaus wird die MULE aus ihrer Arbeit im vergangenen Jahr berichten und neue SprecherInnen wählen. Im Anschluss wollen wir das Treffen gemeinsam gemütlich in der Moritzbastei ausklingen lassen.

Wir freuen uns auf Ihr und Euer Kommen!

Mit freundlichen Grüßen,
Mittelbauinitiative an der Universität Leipzig

*1: Unter im Mittelbau Tätigen fassen wir Promovierende, Post-DoktorandInnen, HabilitandInnen, Habilitierte, StipendiatInnen, wissenschaftliche Hilfskräfte,MitarbeiterInnen (Drittmittel-Projektstelle), Lehrkräfte für besondere Aufgaben, Lehrbeauftragte, Akademische Räte (auf Zeit), NachwuchsgruppenleiterInnen, PrivatdozentInnen, DozentInnen und LehrerInnen im Hochschuldienst und weitere wissenschaftlich Tätige unterhalb der Professur.

Die Kandidat*innen der MULE für den Personalrat

Dr. Katrin Gurt

(Historisches Seminar)

2

Unsere MULE-Kandidatin auf Platz 2 der Liste “Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft & Mittelbauinitiative der Universität Leipzig” für den Personalrat Hochschulbereich an der Universität Leipzig.

Warum ich für den Personalrat kandidiere? Nur wenn viele an einem Strang ziehen, kann man seine Ziele durchsetzen und dazu zähle ich u.a.: Transparenz der Rechte und Pflichten von Arbeitnehmer*innen und Arbeitgeber*innen; eine enge Zusammenarbeit von Personaldezernat und Personalrat; Kampf gegen Zeitverträge, die eher Angst als ein konstruktives Miteinander schüren; Ausgewogenheit zwischen Tätigkeitsbeschreibungen und tatsächlicher Tätigkeit und und und…
Patrick Mélix
(Wilhelm-Ostwald-Institut für Physikalische und Theoretische Chemie)
1
Unser MULE-Kandidat auf Platz 4 der Liste “Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft & Mittelbauinitiative der Universität Leipzig” für den Personalrat Hochschulbereich an der Universität Leipzig.
 
Warum ich für den Personalrat kandidiere? Weil Doktorand*innen ein großer und wichtiger Teil des Mittelbaus sind, sich dies aber bisher nicht in der Personalvertretung widerspiegelt.

Akademischer Mittelbau als Beruf – Bericht aus dem Kuriositätenkabinett

Liebe Mulis, liebe Interessierte,

wir möchten Sie auf den nachstehenden Artikel in der Zeitschrift INDES aufmerksam zu machen. In diesem Artikel werden grundsätzliche Missstände im deutschen Hochschulsystem u.a. am Beispiel der Universität Leipzig aus Sicht des Mittelbaus beleuchtet.

Die Datengrundlage bildet dabei die im vergangenen Jahr von der MULE durchgeführte Umfrage zur Beschäftigungssituation an der UL.

Akademischer Mittelbau als Beruf

Bericht aus dem Kuriositätenkabinett

Von Tom Pierre Pürschel  /  Jana Rüger

Befristungsguillotine und gevierteilte Mitarbeiterinnen – Humboldt’sche Gelehrte oder eierlegende Wollmilchsau? – Fehlende Perspektiven

„…Das drohende Ende ihres Anstellungsverhältnisses hängt somit beständig wie ein Schafott über dem Großteil der im Mittelbau Tätigen. Diese Situation belastet 46,5%* aller Leipziger Mittelbaulerinnen psychisch, 18,8%* empfinden diese Unsicherheit als eine sehr starke Belastung. Neben der Frage nach der Vertragsverlängerung an sich, tritt weiterhin die Unsicherheit hinzu, ob aus dieser (Weiter-)Beschäftigung auch künftig der Lebensunterhalt bestritten werden kann. …“

Quelle: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, H. 1-2016 | © Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen, 2016

URL:  http://indes-online.de/1-2016-akademischer-mittelbau-als-beruf

Die Vollversion ist online leider nicht abrufbar, wir können  Ihnen somit nur empfehlen, die Ausgabe der INDES zu erwerben! 🙂

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass der Artikel bereits Ende 2015 verfasst wurde. Die aktuellsten Entwicklungen im Hochschulbereich konnten somit nicht berücksichtigt werden. Zudem möchten wir uns auch an dieser Stelle nochmals recht herzlich bei der umfangreichen Unterstützung der Mulis bei der Erstellung bedanken!

Beste Grüße,

Tom Pürschel & Jana Rüger

SprecherInnen

Personalratswahlen 2016: Listen veröffentlicht / Lückenhaftes Wählerverzeichnis!? – Deadline für den Einspruch 25.04.2016

Liebe MULE-Mitglieder,

gestern sind die gültigen Vorschlagslisten für die Personalratswahlen 2016 an der Universität Leipzig veröffentlicht worden: https://www.prhsb.uni-leipzig.de/pr-wahlen-2016/

Wir treten zum Personalrat Hochschulbereich und Gesamtpersonalrat als gemeinsame Liste unter der

Liste Nr. 6: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft & Mittelbauinitiative der Universität Leipzig an.

Die Stimmabgabe findet am 10./11.05. jeweils von 8-16 Uhr statt. Die Wahllokale sind über die Uni verteilt und werden in der Wahlausschreibung (siehe Link oben) benannt.

Soweit zu den Formalitäten, nun zu ihren Lücken.

Bei der Einreichung unserer Listen hat sich herausgestellt, dass zwei Personen fälschlicherweise nicht im Wählerverzeichnis standen. Für die Zusammenstellung des Wählerverzeichnisses ist der Wahlvorstand auf die Zuarbeit des Personaldezernats angewiesen. Die zwei Fehler wurden umgehend und unbürokratisch korrigiert. Es ist jedoch davon auszugehen, dass auf Grund von Kurzzeit- und Kettenverträgen eine größere Anzahl von Mittelbauler*innen betroffen sind. Ob studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte richtig aufgeführt werden, ist vermutlich umso fraglicher…

Deshalb: Überprüft, ob ihr im Wählerverzeichnis steht!
Das Wählerverzeichnis kann täglich 9-12 Uhr und Mo/Di/Do zusätzlich 13-15 Uhr in den Räumen des Personalrats (Augustusplatz, Neues Augusteum, Etage 1, Raum A 102) eingesehen werden.
Falls ihr nicht drin steht,
kann bis zum 25.04. – kommenden Montag! – schriftlich Einspruch beim Wahlvorstand eingelegt werden.

Einen Vordruck für den Einspruch findet ihr hier.

(Bei “offenbaren Unrichtigkeiten” ist laut § 3 Abs. 3 sächsPersVWO auch ein Einspruch nach Ablauf der Einspruchsfrist möglich, im Zweifel also noch am Wahltag Einspruch einlegen.)

Bitte teilt die Infos mit euren Kolleg*innen! Und vergesst nicht die Hilfskräfte.

Damit wir in etwa abschätzen können, wie groß das Problem ist, teilt bitte mit, ob ihr das Wählerverzeichnis geprüft und Einspruch eingelegt habt.

Beste Grüße,
Ben

ps. Ach ja, und natürlich die Wahl nicht verschlafen.

Mittel für Mittelbau müssen auch beim Mittelbau ankommen

Pressemitteilung

Der Freistaat Sachsen hat im Jahr 2015 der Universität Leipzig aus dem Programm „Talente für Sachsen“ in der Kategorie „Gute Lehre/ Starke Mitte“ 1.020.000 Euro zur Verfügung gestellt. Wie nunmehr durch Nachfragen bekannt wurde, wurden zwei Drittel der Gelder zur Schaffung befristeter Beschäftigungsverhältnisse in der Pharmazie eingesetzt; ein Drittel kam Doktorandenförderplätzen zu Gute.
Hierzu erklärt Thomas Riemer, Sprecher der Mittelbauinitiative Universität Leipzig (MULE): „Es verwundert sehr, wenn das Rektorat die Mittel zur Stärkung des akademischen Mittelbaus ausgerechnet zur Schaffung weiterer befristeter Beschäftigungsverhältnisse verwendet. Auf diese Weise Löcher zu stopfen, die durch die Kürzungen an den Hochschulen aufgetan wurden, ist zwar verständlich, verkennt aber den Zweck der neu zur Verfügung gestellten Mittel. Der Mittelbau erwartet, dass die Mittel ab 2016 für ihren originären Zweck verwandt werden. Gern unterbreiten wir Verwendungsvorschläge und bringen unsere Ideen in die Debatte zum künftigen Personalentwicklungskonzept ein.“

Jana Rüger, Sprecherin der MULE, ergänzt: „Da der Freistaat die Fortführung des Studiengangs Pharmazie verlangt, ist er auch in der Pflicht, die notwendigen Ressourcen dafür zur Verfügung zu stellen. Offenbar reicht die Zuweisung von 420.000 Euro für das Studienangebot nicht aus. Demnach sind Sozialministerin Klepsch und Wissenschaftsministerin Stange gefordert, die Lücke zu schließen. Wir erwarten auch im Interesse der Mitarbeiter_innen am Institut für Pharmazie, dass das Rektorat entsprechende Mittel einfordert und entsprechend einsetzt. Insgesamt muss die Hängepartie rund um die Pharmazie mit der neuen Hochschulentwicklungsplanung überwunden werden.“
Für Rückfragen stehen Ihnen Thomas Riemer unter 0341 9715768 und Jana Rüger unter 0341 9733881 zur Verfügung.