Dialogforum mit Nachwuchswissenschaftlern

Am Dienstag, den 27.09.2016 hatte Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange zur Auftaktveranstaltung des „Dialogforums mit Nachwuchswissenschaftlern“ ins SMWK nach Dresden geladen. Ziel der Veranstaltung war es, Ideen für die zukünftige Entwicklung der Hochschulen zu diskutieren um hieraus auch Impulse für die zukünftige Bildungspolitik und Gesetzgebung des Freistaates abzuleiten. Der Einladung folgten rund 40 NachwuchswissenschaftlerInnen sächsischer Hochschulen und Forschungseinrichtungen, darunter seitens der Universität Leipzig Stefan Lehm für den ProRat, Patrick Pfeil als Sprecher der MULE sowie Jana Rüger für die Landesvertretung akad. Mittelbau Sachsen. 20160927_155929

Foto: Auftaktveranstaltung des „Dialogforum mit Nachwuchswissenschaftlern“ im SMWK am 27.09.2016 in Dresden

Zunächst begrüßte die Ministerin die Anwesenden und erläuterte ihr Anliegen, mit dem Dialogforum für die Weichenstellung der Hochschulentwicklung der nächsten 10 – 15 Jahre Impulse seitens des wissenschaftlichen Nachwuchses zu erhalten. Zu diesem Zweck solle das Dialogforum in ähnlicher Zusammensetzung wie die der Auftaktveranstaltung künftig zweimal pro Jahr stattfinden.

Es folgten zwei Impulsreferate: Stefan Lehm (ProRat, Universität Leipzig) berichtete zur Situation der Doktoranden mit Fokus auf die Problemfelder Betreuungslage, Finanzierung sowie Statuszugehörigkeit von Promovierenden und Dr. Frank Siegert (Nachwuchsgruppenleiter, Institut für Kern- und Teilchenphysik, TU Dresden) machte u.a. auf typische Probleme der Post-Doktoranden wie dem Sprung auf eine Professur oder der Vereinbarkeit von Beruf und Familie aufmerksam und mahnte an, die Rolle der WissenschaftlerInnen zur Lösung gesellschaftlicher Probleme im Blick zu behalten.

In der anschließenden, breit angelegten Diskussion wurden weiterhin die Problemfelder Heterogenität des Mittelbaus über die Gruppen der Post-Docs und Doktoranden hinaus, die Umsetzung des Rahmenkodex durch verbindliche Dienstvereinbarungen, der Qualifikationsbegriff des novellierten WissZeitVG, der Nachwuchsbegriff  im Vergleich zum Begriff des Hochschullehrers (wobei unter letzteren auch PDs und Nachwuchsgruppenleiter fallen sollten), der Einstieg über eine Juniorprofessur (für die verbindlich abzuschließende Zielvereinbarungen gelten und die an klare Kriterien auf den Weg zur unbefristeten Stelle gebunden sein sollen) und der übermäßige wissenschaftliche Wettbewerb um finanzielle Mittel (an)diskutiert. Eine vertiefte Diskussion war im Rahmen der zur Verfügung stehenden Zeit und der Vielfältigkeit der angesprochenen Themen nicht möglich. Für die kommenden Sitzungen sollen daher jeweils wenige Themen stärker vertieft werden.

Als Leitfragen der nächsten Sitzung wurden festgelegt:

  • Wieviel wissenschaftlicher Wettbewerb ist sinnvoll?
  • Welche Kriterien bestimmen wissenschaftliche „Exzellenz“? Was bedeutet die Exzellenzinitiative für die Hochschullandschaft insgesamt?
  • Wie kann die Wissenschaft ihrer gesellschaftlichen Verantwortung zukünftig nachkommen?

Ein offizielles Ergebnisprotokoll des SMWK soll folgen.

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