Mittel für Mittelbau müssen auch beim Mittelbau ankommen

Pressemitteilung

Der Freistaat Sachsen hat im Jahr 2015 der Universität Leipzig aus dem Programm „Talente für Sachsen“ in der Kategorie „Gute Lehre/ Starke Mitte“ 1.020.000 Euro zur Verfügung gestellt. Wie nunmehr durch Nachfragen bekannt wurde, wurden zwei Drittel der Gelder zur Schaffung befristeter Beschäftigungsverhältnisse in der Pharmazie eingesetzt; ein Drittel kam Doktorandenförderplätzen zu Gute.
Hierzu erklärt Thomas Riemer, Sprecher der Mittelbauinitiative Universität Leipzig (MULE): „Es verwundert sehr, wenn das Rektorat die Mittel zur Stärkung des akademischen Mittelbaus ausgerechnet zur Schaffung weiterer befristeter Beschäftigungsverhältnisse verwendet. Auf diese Weise Löcher zu stopfen, die durch die Kürzungen an den Hochschulen aufgetan wurden, ist zwar verständlich, verkennt aber den Zweck der neu zur Verfügung gestellten Mittel. Der Mittelbau erwartet, dass die Mittel ab 2016 für ihren originären Zweck verwandt werden. Gern unterbreiten wir Verwendungsvorschläge und bringen unsere Ideen in die Debatte zum künftigen Personalentwicklungskonzept ein.“

Jana Rüger, Sprecherin der MULE, ergänzt: „Da der Freistaat die Fortführung des Studiengangs Pharmazie verlangt, ist er auch in der Pflicht, die notwendigen Ressourcen dafür zur Verfügung zu stellen. Offenbar reicht die Zuweisung von 420.000 Euro für das Studienangebot nicht aus. Demnach sind Sozialministerin Klepsch und Wissenschaftsministerin Stange gefordert, die Lücke zu schließen. Wir erwarten auch im Interesse der Mitarbeiter_innen am Institut für Pharmazie, dass das Rektorat entsprechende Mittel einfordert und entsprechend einsetzt. Insgesamt muss die Hängepartie rund um die Pharmazie mit der neuen Hochschulentwicklungsplanung überwunden werden.“
Für Rückfragen stehen Ihnen Thomas Riemer unter 0341 9715768 und Jana Rüger unter 0341 9733881 zur Verfügung.

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